Der restaurierte Lutherstein wurde übergeben

(Beitrag von Konrad Geithner im Lichtensteiner Stadtanzeiger vom 23.04.2018 )

 


Eine Schubkarre voll Buch ist zurück

Freie Presse, 29. Juli 2017, S.9


 

 

 

 

 

 

 

Geschafft

Mit der Rückgabe der letzten zwei Musterbücher ist das Projekt zur Restaurierung ausgewählter Textilmusterbücher aus dem Bestand des Lichtensteiner Museums abgeschlossen. Die Restauratorin Barbara Schinko brachte das abgebildete Riesenbuch mit Stoffen der Lichtensteiner Deckenweberei A.L. Günther zurück. Mit vereinten Kräften wurde es ins Museum getragen und kann jetzt in der Dauerausstellung bewundert werden. Finanziert wurde die Arbeit durch den Freundeskreis des Museums und mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Sachsen.

Die Musterbücher dokumentieren die Geschichte der Jaquardweberei seit den 1870er Jahren bis zur DDR-Zeit. Sie erlauben einen repräsentativen Querschnitt der Lichtensteiner Webereien Paul Zierold und A.L. Günther.

Die vier zu restaurierenden Musterbücher waren stark verschmutzt, vor allem das große Buch der Fa. A.L. Günther. Bei diesem Buch waren die Seiten teilweise eingerissen, der Buchrücken verzogen. Zum Glück zeigten sich sind die meisten Gewebe auf den Innenseiten noch in sehr gutem Zustand. Bei den Textilien gab es Verwerfungen sowie Falten und teilweise lockere Gewebeproben. Bei der Restauratorin erfolgten allgemeine Reinigungsarbeiten sowie eine Einzelrestaurierung der Buchseiten, die Bildung des neuen Buchblocks und die Rekonstruktion des Einbandes mit den vorhandenen Fragmenten. Falten und Verwerfungen wurden planiert und lose Gewebeproben wieder aufgeklebt. Bei einem der Musterbücher war der Einband jedoch so stark geschädigt, dass gemeinsam mit dem Museum der Beschluss gefasst wurde, das Buch aufzulösen, die Seiten einzeln zu reinigen und anschließend in Archivkisten zu lagern.

 

Die Kosten für die aufwändigen Arbeiten beliefen sich auf 8.151,50 Euro.

 


Bisherige Ergebnisse

Anlässlich des Jubiläums 800 Jahre Lichtenstein im Jahr 2012 hatte sich der Freundeskreis vorgenommen, eine Schönburger Fahne von 1747 vor dem Verfall zu retten und diese konservieren und restaurieren zu lassen.

 

Die große Stadtfahne aus Seide ist einblättrig, in den Schönburger Farben Rot und Silber (drei rote und drei silberne Streifen). In der Mitte befindet sich ein aufgesetztes Wappen der Schön­burger. Darüber in Goldfarbe die Buchstaben W.H.G. und H.V.S. .Die Buchstaben W.H.G.H.V.S. stehen für Wilhelm Heinrich Graf und Herr von Schönburg, der 1747 nach dem Tod seines Vaters Graf Otto Wilhelm von Schönburg-Lichtenstein die Herr­schaft antrat. Mit seinem frühen Tod im Alter von 35 Jahren erlosch 1750 die ei­gene Lichtensteiner Linie der Schönburger.

 

Wäre die Fahne nicht schon 1912 auf Netze gespannt worden, wäre sie einem noch viel schlechteren Zustand gewesen. In der Werkstatt der Restauratorin Kathrin Kutzera wurde das gesamte Objekt gereinigt und ausgerichtet und Fehlstellen ergänzt . Die alte Netzeinfassung wurde entfernt. Die neue Ab­deckung erfolgte mit Crepeline. Zur Präsentation in der Ausstellung wurde die Fahne auf einer festen Unterlage montiert.

 

Nach der Restaurierung wurde die Fahne in der Sonderausstellung anlässlich 800 Jahre Lich­tenstein gezeigt.

 

 


Restaurierung eines Geldkoffers


Plakat Rosenfest


Innungsbuch


Sammlungsschrank im Schaudepot

Das Ergebnis der Aufgabenstellung 2014/2015 wurde am 12.11.2015 übergeben.



 

 

Die Sparkasse Chemnitz fördert im Jahr 2016 die Restaurierung von 2 historischen Textilmusterbüchern der ehemaligen Lichtensteiner Firmen Paul Zierold und A.L. Günther.